
myPhonak
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App-Details
- Version
- 7.5.2
- Aktualisiert am
- Lizenz
- Free
- Downloads
- 1.000.000+
- Entwickler
- Sonova AG
- Kategorien
- Medizin
- Plattform
- Android, iOS
Screenshots






Analyse von AppCompare
Wenn in einem Haushalt mehrere Menschen Hörgeräte nutzen oder Angehörige bei der Organisation helfen, wird schnell wichtig, wer welche Einstellungen und Gesundheitsinformationen im Blick hat. myPhonak ist eine kostenlose Medizin-App von Sonova AG, die auf die Nutzung mit Phonak-Hörgeräten ausgerichtet ist. Mein Eindruck: Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn die hörende Person selbst ihre Versorgung begleiten möchte – und weniger als allgemeines Familien-Dashboard, das verschiedene Nutzer zusammenführt.
Im Alltag zählt, wessen Hörerlebnis verwaltet wird
Die App verbindet das persönliche Hörerlebnis mit der Erfassung von Gesundheitsdaten. Das kann im Alltag eine hilfreiche Ergänzung sein: Wer nach einem lauten Restaurantbesuch merkt, dass eine Situation anstrengender war als erwartet, kann die eigene Hörversorgung bewusster im Zusammenhang mit dem Tagesverlauf betrachten. Der Nutzen liegt dabei nicht darin, eine medizinische Einschätzung zu ersetzen, sondern darin, den eigenen Umgang mit dem Hören und den dazugehörigen Daten besser zu strukturieren.
Ein realistischer Anwendungsfall ist ein gemeinsamer Haushalt, in dem eine Person ihre Hörgeräte trägt und eine andere gelegentlich bei technischen Fragen hilft. Die Unterstützung kann beim Einrichten oder beim Nachvollziehen einer Einstellung nützlich sein. Trotzdem würde ich die App nicht als gemeinsames Konto für die ganze Familie behandeln: Ihr Kern ist das personalisierte Hörerlebnis einer bestimmten Person. Wer sie nutzt, sollte deshalb klar festlegen, wessen Gerät und wessen Informationen gerade gemeint sind.
Gerade bei einem gemeinsam verwendeten Smartphone ist diese Grenze wichtig. Wenn mehrere Personen dasselbe Telefon verwenden, kann es leicht passieren, dass jemand in der falschen Sitzung arbeitet oder persönliche Angaben mit einer anderen Person verwechselt. Ich würde die App daher bevorzugt auf dem eigenen Gerät der hörenden Person einrichten. Ist das nicht möglich, sollte vor jeder Nutzung klar sein, wer angemeldet ist und für wen Änderungen oder Einträge gelten.
Einrichtung: erst die Person, dann die Technik
Vor dem Start lohnt es sich, die genaue Hörsituation zu klären: Wer trägt die unterstützten Phonak-Hörgeräte, wer bedient das Smartphone und wer soll lediglich beim Einrichten helfen? Diese Reihenfolge klingt banal, verhindert aber unnötiges Durcheinander. Die App ist keine neutrale Fernbedienung für beliebige Hörgeräte, sondern gehört in den Zusammenhang der passenden Phonak-Versorgung.
Bei der ersten Nutzung würde ich außerdem nicht alle Aufgaben an eine helfende Person abgeben. Besser ist, wenn die hörende Person selbst sieht, wie das eigene Hörerlebnis in der App begleitet wird und welche Gesundheitsdaten erfasst werden. Eine Angehörige oder ein Angehöriger kann dabei erklären und unterstützen, sollte aber nicht stillschweigend zum dauerhaften Verwalter werden. Das stärkt die Selbstständigkeit und macht später leichter erkennbar, ob eine Änderung wirklich gewünscht war.
Ein praktischer Tipp ist, Änderungen nicht nebenbei vorzunehmen. Wenn jemand während eines Gesprächs, auf dem Weg aus der Tür oder im hektischen Alltag etwas anpasst, ist später schwer zu beurteilen, ob sich die Hörsituation dadurch tatsächlich verbessert hat. Ich würde lieber eine konkrete Alltagssituation abwarten, eine gezielte Änderung vornehmen und anschließend prüfen, ob sie in ähnlichen Situationen hilfreich ist. So bleibt die Nutzung überschaubar statt zum ständigen Herumprobieren zu werden.
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Die App setzt außerdem ein Smartphone mit mindestens Android 10 voraus. Wer ein älteres Gerät nutzt, sollte das vor der Einrichtung bedenken. Für Haushalte, in denen das Telefon einer älteren Person gehört oder von mehreren Personen geteilt wird, ist das besonders relevant: Eine passende Hörgeräteversorgung allein reicht nicht, wenn das verwendete Mobilgerät die Mindestanforderung nicht erfüllt.
Abstimmung mit Angehörigen und Fachleuten
Eine App kann Kommunikation erleichtern, aber sie erledigt die Abstimmung nicht von selbst. Wenn Angehörige bei der Hörversorgung helfen, ist es sinnvoll, gemeinsam zu besprechen, welche Unterstützung erwünscht ist: etwa Hilfe bei der Bedienung, beim Nachvollziehen eigener Beobachtungen oder beim Vorbereiten eines Gesprächs über Schwierigkeiten im Alltag. Das ist etwas anderes, als dauerhaft alle Entscheidungen an eine andere Person abzugeben.
Gesundheitsdaten können dabei einen Gesprächsanlass bieten. Wer über eine gewisse Zeit eigene Beobachtungen sammelt, kann bei einem Termin konkreter beschreiben, wann das Hören mühsam war oder welche Alltagssituationen besonders auffielen. Ich würde solche Angaben als persönliche Ergänzung verstehen, nicht als Diagnose und auch nicht als Ersatz für eine fachliche Beurteilung. Bei anhaltenden Problemen bleibt der Kontakt mit der zuständigen Hörakustik oder medizinischen Fachperson der passende nächste Schritt.
Ein zweiter nützlicher Arbeitsablauf ist, vor einem Termin kurz zu überlegen, welche Frage man tatsächlich klären möchte. Statt die App-Daten wahllos vorzulegen, kann die hörende Person zum Beispiel beschreiben, in welcher Situation Schwierigkeiten auftreten und welche Veränderung sie ausprobiert hat. Das macht die Unterhaltung konkreter und hält die Entscheidung bei der Person, die das Hörgerät trägt. Die App kann diese Vorbereitung unterstützen, aber nicht festlegen, welche Anpassung fachlich richtig ist.
Für Familien mit mehreren Hörgeräteträgern gilt: Die Bedürfnisse können unterschiedlich sein, selbst wenn alle im selben Haushalt leben. Eine Einstellung oder Beobachtung für eine Person lässt sich nicht automatisch auf eine andere übertragen. Ich würde daher für jede hörende Person einen klar getrennten Umgang mit Gerät und App vorsehen, statt gemeinsame Notizen oder ein gemeinsames Profil als praktische Abkürzung zu betrachten.
Alter, Vertrauen und persönliche Grenzen
Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 0 Jahren. Das bedeutet nicht, dass die App für kleine Kinder gedacht ist oder dass jede Altersgruppe sie ohne Unterstützung sinnvoll bedienen kann. Entscheidend ist, wer die Hörgeräte nutzt und ob die Person die Funktionen und die Bedeutung der eigenen Angaben versteht. Bei Kindern oder Menschen, die Hilfe benötigen, sollte eine erwachsene Bezugsperson begleiten, ohne dabei die persönliche Hörsituation aus dem Blick zu verlieren.
Im Haushalt ist Vertrauen nicht nur eine technische Frage. Eine unterstützende Person sollte vorher klären, ob sie Einstellungen bedienen darf und welche Gesundheitsinformationen die hörende Person teilen möchte. Ich würde die App nicht ungefragt auf dem Telefon eines Angehörigen öffnen oder Daten als Familienangelegenheit behandeln. Auch wenn Hilfe gut gemeint ist, bleibt die Hörversorgung persönlich.
Besonders bei einem geteilten Smartphone empfiehlt sich eine einfache Gewohnheit: vor dem Öffnen kurz prüfen, ob das richtige Gerät und die richtige Person im Mittelpunkt stehen, und nach der Nutzung das Telefon nicht mit einer offenen App an jemand anderen weitergeben. Das ist kein Ersatz für die jeweiligen Gerätesicherheits- und Kontoeinstellungen, aber eine vernünftige Alltagspraxis, um Verwechslungen und unbeabsichtigte Einblicke zu vermeiden.
Wer hauptsächlich eine Angehörige oder einen Angehörigen aus der Ferne begleiten möchte, sollte die Erwartungen realistisch halten. myPhonak ist auf die persönliche Hörversorgung ausgerichtet, nicht auf eine umfassende Familienverwaltung. Wenn das eigentliche Ziel regelmäßige Absprachen, gemeinsame Erinnerungen oder die Organisation mehrerer Personen ist, kann ein dafür vorgesehenes Kommunikations- oder Kalenderwerkzeug passender sein. Für Hörgerätefragen bleibt die direkte Abstimmung mit der betroffenen Person wichtiger als ein gemeinsames Smartphone.
Wo sie sich von einfachen Alternativen unterscheidet
Die naheliegende Alternative ist, sich auf die Bedienung am Hörgerät oder auf die Unterstützung durch eine Fachperson zu verlassen. Das kann völlig ausreichen, wenn jemand nur selten Einstellungen anfasst und keine persönliche digitale Begleitung möchte. Der Vorteil der App ist der zusätzliche Bezug zum eigenen Hörerlebnis und zu Gesundheitsdaten an einem Ort. Der Nachteil: Wer nur eine unkomplizierte Lösung sucht, muss sich erst mit einer weiteren Anwendung und ihrem persönlichen Nutzungskontext vertraut machen.
Gegenüber einer allgemeinen Gesundheits-App ist der Unterschied ebenfalls wichtig. Eine solche App kann für breite Gesundheitsziele gedacht sein; myPhonak richtet sich dagegen an Menschen, deren Hörversorgung mit Phonak-Hörgeräten verbunden ist. Diese Spezialisierung ist ein Plus für passende Nutzer, macht die Anwendung aber weniger interessant für Personen ohne diese Geräte oder für Haushalte, die eine herstellerübergreifende Verwaltung erwarten.
Die Version 7.5.2 zeigt, dass die App als laufendes Produkt gepflegt wird; ich würde dennoch vor einer längeren Nutzung prüfen, ob das eigene Telefon und die konkrete Hörgeräteversorgung dazu passen. Ein hoher Bekanntheitsgrad ist kein Ersatz für diese persönliche Passung. Mit einem Durchschnitt von 4,3 aus rund 135.000 Bewertungen und mehr als einer Million Installationen ist sie für viele Menschen relevant, aber solche Gesamtwerte sagen nicht, ob sie im individuellen Haushalt die richtige Lösung ist.
Für wen die App im Haushalt passt
Ich halte sie für eine gute Wahl, wenn eine Person Phonak-Hörgeräte verwendet, das eigene Hörerlebnis aktiv begleiten möchte und Gesundheitsdaten in diesem Zusammenhang erfassen will. Sie kann auch für Angehörige hilfreich sein, die beim Einrichten unterstützen, solange die hörende Person im Mittelpunkt bleibt und selbst über den Umgang mit ihren Informationen entscheidet.
Eher verzichten würde ich, wenn die Familie eine gemeinsame Verwaltung mehrerer Hörgeräteträger erwartet, wenn die Hörgeräte nicht zu Phonak gehören oder wenn die hörende Person keine zusätzliche App nutzen möchte. Auch bei einem ungeklärten gemeinsamen Konto oder einem Smartphone, das mehrere Personen ohne klare Absprachen verwenden, ist zuerst eine saubere Trennung wichtiger als die Installation.
Die App ist kostenlos und wurde am 16. April 2018 veröffentlicht. Für mich ist ihr stärkster Anwendungsfall nicht die Kontrolle durch Angehörige, sondern die selbstbestimmte Begleitung einer einzelnen Hörversorgung. Wenn man diese Grenze respektiert, lässt sich die Technik sinnvoll in den Alltag einbauen; wenn man ein Familienportal oder medizinische Beratung erwartet, führt die Wahl wahrscheinlich am eigentlichen Zweck vorbei.
Mein Urteil für den gemeinsamen Alltag
Ich würde myPhonak einer Person mit passender Phonak-Versorgung empfehlen, die eigene Hörgewohnheiten bewusster begleiten und die App regelmäßig selbst nutzen möchte. Im Haushalt funktioniert sie am besten mit klaren Rollen: Die hörende Person entscheidet, Angehörige helfen auf Wunsch, und persönliche Angaben werden nicht automatisch zum gemeinsamen Familienbestand.
Sonova AG hat hier eine spezialisierte Medizin-App geschaffen, deren Nutzen von der konkreten Hörversorgung abhängt. Sie ersetzt weder eine fachliche Anpassung noch die nötige Kommunikation zwischen Angehörigen. Als persönliche Ergänzung kann sie jedoch dabei helfen, Beobachtungen aus dem Alltag geordneter in die eigene Hörversorgung einzubringen. Genau deshalb sehe ich sie als Werkzeug für die einzelne Person – hilfreich im Haushalt, aber nicht als Haushaltszentrale.
Vorteile
- Ermöglicht die Anpassung kompatibler Phonak-Hörgeräte direkt per Smartphone.
- Lautstärke und Klang lassen sich bequem an unterschiedliche Hörsituationen anpassen.
- Gespeicherte Einstellungen können den Wechsel zwischen vertrauten Hörumgebungen erleichtern.
- Die Bedienung kann diskrete Anpassungen ohne Griff ans Hörgerät ermöglichen.
- Praktische Fernsteuerung für Nutzer kompatibler Phonak-Modelle.
Nachteile
- Viele Funktionen sind nur mit kompatiblen Phonak-Hörgeräten verfügbar.
- Einige Einstellungen hängen von der Konfiguration durch den Hörakustiker ab.
- Bluetooth-Verbindung und App-Kompatibilität können je nach Smartphone variieren.
- Die App ersetzt keine professionelle Anpassung oder regelmäßige Hörgerätebetreuung.
- Bei Verbindungsproblemen kann die Steuerung über die App vorübergehend ausfallen.
Häufig gestellte Fragen zu myPhonak
Was ist myPhonak und wofür kann ich die App verwenden?
myPhonak ist eine Begleit-App für kompatible Phonak-Hörgeräte. Sie kann je nach Hörgerätemodell und verfügbaren Funktionen dabei helfen, die Lautstärke anzupassen, Hörprogramme auszuwählen und bestimmte Klangeinstellungen zu verändern. Manche Modelle bieten außerdem Funktionen für die Fernbetreuung durch eine Hörakustikerin oder einen Hörakustiker. Welche Möglichkeiten tatsächlich angezeigt werden, hängt von den verwendeten Hörgeräten, dem Smartphone und der App-Version ab.
Mit welchen Phonak-Hörgeräten und Smartphones ist myPhonak kompatibel?
Die Kompatibilität ist nicht für jedes Phonak-Hörgerät und jedes Smartphone gleich. Sie richtet sich unter anderem nach dem Hörgerätemodell, dessen Firmware sowie der Android- oder iOS-Version. Prüfen Sie vor dem Download die aktuellen Kompatibilitätsangaben von Phonak und die Anforderungen im Google Play Store oder App Store. Auch bei einem unterstützten Smartphone kann es erforderlich sein, die Hörgeräte zunächst über Bluetooth zu koppeln und der App die nötigen Berechtigungen zu erteilen.
Wie verbinde ich meine Hörgeräte mit myPhonak?
Installieren Sie die App aus dem offiziellen Store und folgen Sie der Einrichtungsanleitung auf dem Bildschirm. In der Regel müssen die Hörgeräte eingeschaltet und in den Kopplungsmodus versetzt werden; anschließend wählen Sie sie in der App aus und bestätigen gegebenenfalls die Bluetooth-Kopplung in den Smartphone-Einstellungen. Die genauen Schritte unterscheiden sich je nach Modell. Wenn die Verbindung nicht klappt, helfen oft ein Neustart von Bluetooth, das erneute Einsetzen der Hörgeräte oder das Entfernen einer alten Kopplung.
Kann myPhonak einen Besuch bei der Hörakustik ersetzen?
Nein. Die App ermöglicht bei kompatiblen Geräten bestimmte Anpassungen und kann je nach Angebot eine Fernbetreuung unterstützen, ersetzt aber keine vollständige Hörprüfung oder persönliche Beratung. Änderungen in myPhonak sind auf die vorgesehenen App-Funktionen beschränkt; bei Schmerzen, anhaltenden Verbindungsproblemen oder einer deutlichen Verschlechterung des Hörens sollten Sie sich an eine qualifizierte Fachperson wenden. Ob eine Fernanpassung verfügbar ist, muss außerdem Ihre Hörakustikerin oder Ihr Hörakustiker unterstützen.
Kostet myPhonak etwas, und welche Daten benötigt die App?
Die App wird üblicherweise kostenlos über den offiziellen App Store beziehungsweise Google Play Store angeboten; einzelne Leistungen oder der Zugang zu Fernbetreuung können jedoch von Ihrem Hörakustik-Angebot abhängen. Für die Verbindung mit den Hörgeräten benötigt myPhonak unter anderem Bluetooth. Je nach Smartphone und Betriebssystem kann die App weitere Berechtigungen anfragen. Lesen Sie vor der Nutzung die aktuelle Datenschutzerklärung und prüfen Sie in den App-Einstellungen, welche persönlichen oder Nutzungsdaten erhoben und verarbeitet werden.






















